FASHION
Our Key to Magic
Wie kaum ein anderes Fest wird Weihnachten von Traditionen bestimmt. Wie der Baum geschmückt wird, was auf den Tisch kommt, wie die Bescherung abläuft: In der Frage, was die Magie von Heiligabend ausmacht, hat wahrscheinlich jede*r eine ganz eigene Vorstellung. Fünf Persönlichkeiten erzählen uns davon, wie sie die schönste Zeit des Jahres begehen.
Toteme Anzug
Iris Berben
Schauspielerin &
Stilikone
»Bei uns war Weihnachten immer ein Riesendurcheinander mit viel Liebe und Wärme«
Weil sie zeitlich häufig nah beieinander liegen, haben wir über viele Jahre Weihnachten und Chanukka zusammen gefeiert, also mit Familie und Freunden sowohl der christlichen als auch der jüdischen Tradition gedacht. Heute hat mein Sohn längst seine eigene Familie, und ich erinnere mich an diesen Tagen sehr gern, aber auch ein wenig wehmütig an meine eigene Kindheit zurück. Meine Großeltern hatten immer alle ihre Kinder und Enkel zu Besuch, es war ein Riesendurcheinander mit viel Liebe und Wärme. Weihnachten bedeutet für mich heute Rückzug und Besinnung. Derzeit haben wir es auf der Welt mit so vielen Herausforderungen, mit Kriegen, Vernichtung und Hass zu tun, umso wichtiger sind diese Feste für das Nachdenken darüber, wie wir als Gesellschaft wieder zusammenfinden können. Das ist für mich die Hoffnung, die die Feiertage versprechen.
Iris Berben
Schauspielerin &
Stilikone
Toteme Anzug
»Bei uns war Weihnachten immer ein Riesendurcheinander mit viel Liebe und Wärme«
Weil sie zeitlich häufig nah beieinander liegen, haben wir über viele Jahre Weihnachten und Chanukka zusammen gefeiert, also mit Familie und Freunden sowohl der christlichen als auch der jüdischen Tradition gedacht. Heute hat mein Sohn längst seine eigene Familie, und ich erinnere mich an diesen Tagen sehr gern, aber auch ein wenig wehmütig an meine eigene Kindheit zurück. Meine Großeltern hatten immer alle ihre Kinder und Enkel zu Besuch, es war ein Riesendurcheinander mit viel Liebe und Wärme. Weihnachten bedeutet für mich heute Rückzug und Besinnung. Derzeit haben wir es auf der Welt mit so vielen Herausforderungen, mit Kriegen, Vernichtung und Hass zu tun, umso wichtiger sind diese Feste für das Nachdenken darüber, wie wir als Gesellschaft wieder zusammenfinden können. Das ist für mich die Hoffnung, die die Feiertage versprechen.
Hadnet Tesfai
Moderatorin
BALMAIN Kleid
»Mein Vater besorgt traditionell den schlechtesten Wein der Welt«
Ich feiere Weihnachten mit meinem Partner, meinen Kindern, Eltern und drei Geschwistern samt deren Familien. Weil die Wohnung meiner Eltern in Schwaben schon immer viel zu klein war für uns alle, waren wir im vergangenen Jahr bei meiner Schwester in Frankfurt und wiederholen das nun. An Heiligabend gibt es immer die Lasagne meiner Mutter, am nächsten Tag dann ein klassisch eritreisches Mittagessen. Mein Vater besorgt dazu traditionell den schlechtesten Wein der Welt. Bescherung ist um 18 Uhr, wer will, performt ein Gedicht oder ein Lied. Das ist immer sehr schön – und magischerweise bekommen wir uns nicht in die Haare.
Hadnet Tesfai
Moderatorin
»Mein Vater besorgt traditionell den schlechtesten Wein der Welt«
Ich feiere Weihnachten mit meinem Partner, meinen Kindern, Eltern und drei Geschwistern samt deren Familien. Weil die Wohnung meiner Eltern in Schwaben schon immer viel zu klein war für uns alle, waren wir im vergangenen Jahr bei meiner Schwester in Frankfurt und wiederholen das nun. An Heiligabend gibt es immer die Lasagne meiner Mutter, am nächsten Tag dann ein klassisch eritreisches Mittagessen. Mein Vater besorgt dazu traditionell den schlechtesten Wein der Welt. Bescherung ist um 18 Uhr, wer will, performt ein Gedicht oder ein Lied. Das ist immer sehr schön – und magischerweise bekommen wir uns nicht in die Haare.
BALMAIN Kleid
Sebastian Tigges
Podcaster
Jacquemuse Jacke
»Ich wünsche mir Weihnachtsschmuck, Musik und die Bescherungsglocke«
Nachdem wir einmal als Kleinfamilie gefeiert hatten und das ein bisschen traurig fanden, haben meine Frau Marie und ich das letzte Weihnachtsfest mit unseren beiden Kindern bei meinen Eltern verbracht. Unser Sohn war drei Jahre alt, es war sein erstes richtiges Weihnachten, es sollte etwas ganz Besonderes werden. Ich hatte also große Erwartungen. Das Problem war nur, dass ich meinen Eltern nichts davon erzählt hatte und sie diesen Abend eher durchzogen, als dass sie ihm die Magie verliehen, die ich mir gewünscht hätte: mit Weihnachtsschmuck, Musik und der Glocke, die nach langer, gespannter Wartezeit zur Bescherung läutet. Schön ist, dass meine Eltern und wir über die Gefühle der enttäuschten Erwartung offen sprechen konnten und uns für dieses Jahr gemeinsam vorgenommen haben, den Kids ein magisches Fest zu kreieren, wie ich es aus meiner Kindheit in so guter Erinnerung habe.
Jacquemuse Jacke
Sebastian Tigges
Podcaster
»Ich wünsche mir Weihnachtsschmuck, Musik und die Bescherungsglocke«
Nachdem wir einmal als Kleinfamilie gefeiert hatten und das ein bisschen traurig fanden, haben meine Frau Marie und ich das letzte Weihnachtsfest mit unseren beiden Kindern bei meinen Eltern verbracht. Unser Sohn war drei Jahre alt, es war sein erstes richtiges Weihnachten, es sollte etwas ganz Besonderes werden. Ich hatte also große Erwartungen. Das Problem war nur, dass ich meinen Eltern nichts davon erzählt hatte und sie diesen Abend eher durchzogen, als dass sie ihm die Magie verliehen, die ich mir gewünscht hätte: mit Weihnachtsschmuck, Musik und der Glocke, die nach langer, gespannter Wartezeit zur Bescherung läutet. Schön ist, dass meine Eltern und wir über die Gefühle der enttäuschten Erwartung offen sprechen konnten und uns für dieses Jahr gemeinsam vorgenommen haben, den Kids ein magisches Fest zu kreieren, wie ich es aus meiner Kindheit in so guter Erinnerung habe.
Paula Dalla Corte
Sängerin
Patou Look
»Wir spielten alle füreinander Theater«
Ich habe noch mit zwölf Jahren an das Christkind geglaubt. Wir hatten eine Tradition: Während meine kleineren Geschwister und ich in unseren Zimmern warteten, holten unsere Eltern die Geschenke aus dem Keller, läuteten dann das Glöckchen und erzählten uns, wir hätten das Christkind knapp verpasst. In einem Jahr fand ich die eingepackten Geschenke im Keller und erzählte meinen kleinen Geschwistern davon. Meine Mama war so sauer, dass ihr lange gehütetes Geheimnis gelüftet wurde, dass wir uns stillschweigend dazu entschlossen, das Spiel weiterzuspielen: Meine Eltern erzählten die Geschichte vom Christkind, wir Kinder taten so, als würden wir ihnen glauben. Man könnte sagen: Um unsere Familientradition zu bewahren, haben wir füreinander Theater gespielt – und am Ende des Abends gemeinsam darüber gelacht.
Paula Dalla Corte
Sängerin
»Wir spielten alle füreinander Theater«
Ich habe noch mit zwölf Jahren an das Christkind geglaubt. Wir hatten eine Tradition: Während meine kleineren Geschwister und ich in unseren Zimmern warteten, holten unsere Eltern die Geschenke aus dem Keller, läuteten dann das Glöckchen und erzählten uns, wir hätten das Christkind knapp verpasst. In einem Jahr fand ich die eingepackten Geschenke im Keller und erzählte meinen kleinen Geschwistern davon. Meine Mama war so sauer, dass ihr lange gehütetes Geheimnis gelüftet wurde, dass wir uns stillschweigend dazu entschlossen, das Spiel weiterzuspielen: Meine Eltern erzählten die Geschichte vom Christkind, wir Kinder taten so, als würden wir ihnen glauben. Man könnte sagen: Um unsere Familientradition zu bewahren, haben wir füreinander Theater gespielt – und am Ende des Abends gemeinsam darüber gelacht.
Patou Look
Arman Kashani
Schauspieler
Acne Studios Look
»Unser Fest ist ein richtiges Event«
Ich wurde in eine Weihnachtstradition dreier Familien hineingeboren, die mit vierzig Jahren deutlich älter ist als ich selbst: Wir treffen uns bei Hans und Marlies in Berlin-Charlottenburg. Die beiden machen eine Weihnachtsgans, die andere Familie bringt Austern mit, wir meist Tiramisu. Alle haben Spaß und gute Laune, wir lachen viel und erzählen uns, was das Jahr über passiert ist. Wir sehen uns nämlich nur dieses eine Mal, wahrscheinlich ist es deshalb so harmonisch. Zusammen mit dem Kulturprogramm – meine Mutter singt, meine Schwester und ich tanzen – wird das Fest ein richtiges Event.
Acne Studios Look
Arman Kashani
Schauspieler
»Unser Fest ist ein richtiges Event«
Ich wurde in eine Weihnachtstradition dreier Familien hineingeboren, die mit vierzig Jahren deutlich älter ist als ich selbst: Wir treffen uns bei Hans und Marlies in Berlin-Charlottenburg. Die beiden machen eine Weihnachtsgans, die andere Familie bringt Austern mit, wir meist Tiramisu. Alle haben Spaß und gute Laune, wir lachen viel und erzählen uns, was das Jahr über passiert ist. Wir sehen uns nämlich nur dieses eine Mal, wahrscheinlich ist es deshalb so harmonisch. Zusammen mit dem Kulturprogramm – meine Mutter singt, meine Schwester und ich tanzen – wird das Fest ein richtiges Event.
Fotos CHRISTIAN WERNER
Styling KELLY NIESEN
Protokolle ANNE WAAK